| Mit Inkrafttreten des neuen Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen wurde eine neue Pflichtaufgabe der Feuerwehr zugeteilt: Die Brandschutzerziehung in Kindergärten, Firmen und Schulen. Dieser Bereich musste jedoch in Frechen nicht erst eingeführt und aufgebaut werden, da man schon seit Jahren dieses Feld abdeckt. Angefangen mit primitivsten Mitteln vor Jahren, mit der Brandschutzerziehung in Kindergärten, hat sich daraus ein großes Aufgabenfeld entwickelt mit entsprechenden Equipment an Schulungs- und Unterrichtsmaterial. Hier die Möglichkeiten und Aufgaben der Brandschutzerziehung: Die Abteilung Brandschutz teilt sich in die Bereiche Brandschutzerziehung - zu ständig für Kindergärten und Schulen - und Brandschutzschulung - zuständig für Frechener Firmen, Betriebe, Geschäfte, Altenheime und für das Krankenhaus.
|
| Brandschutzschulung: |
| Für jeden Interessenten der Brandschutzschulung wird ein spezielles Ausbildungskonzept, passend auf die Erforderlichkeiten des jeweiligen Objektes, zugeschnitten. Ein Verwaltungsbetrieb setzt andere Maßstäbe als ein großes Möbelhaus oder ein großer Baumarkt. Die Betriebsangehörigen werden in allgemeinen Brandverhütungsmaßnahmen, Umgang mit Feuerlöschern und Wandhydranten, vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen und Früherkennung von Gefahrenschwerpunkten geschult. Für die theoretische Ausbildung stehen Lehrmittel wie Overhead- und Diaprojektor sowie Videofilme und Anschauungsmaterial zur Verfügung. Für den praktischen Teil hat die Abteilung Brandschutzschulung eine Brandsimulationsanlage und eine Nebelmaschine angeschafft. Damit können Brände simuliert und mit Übungslöschern bekämpft werden. Die Ausbildung findet entweder in den Betrieben selbst statt oder der Schulungsraum der Feuerwache Frechen wird genutzt. Jede Schulung beinhaltet aber eine Begehung der Betriebe, um den Mitarbeitern kleine und große "Brandschutzsünden" vor Ort zu verdeutlichen. Diese Schulungen sind kostenpflichtig. Für Terminabsprache stehen die Mitarbeiter der Abteilung Brandschutzschulung zur Verfügung.
|
| Brandschutzerziehung: |
| In Frechen wird bereits im Kindergarten mit der Brandschutzerziehung begonnen. In Zusammenarbeit mit den Kindergärtnerinnen werden die Kleinen über die Gefahren von Feuer und Rauch informiert. Spielerisch lernen die Kinder, wie sie sich bei Rauch und Feuer richtig zu verhalten haben, wie man einen Notruf absetzt und wie man sich der Feuerwehr gegenüber bemerkbar macht. Die Kindergärtnerinnen der Frechener Einrichtungen werden dafür von der Feuerwehr geschult und mit Material zur Brandschutzerziehung ausgestattet. Kollegen der Brandschutzerziehung besuchen die Kinder zusätzlich im Kindergarten, zeigen und erklären die Schutzausrüstung und das Atemschutzgerät der Feuerwehr und erläutern Rettungsmaßnahmen unter Atemschutz. Zu diesem Zweck werden ausrangierte Atemschutzmasken und Fluchthauben an die Kindergärten verliehen. Die Abteilung Brandschutzerziehung hat drei Telefonanlagen angeschafft, mit denen das Absetzen eines Notrufes geübt wird. Diese Anlagen werden ebenfalls an die Frechener Kindergärten verliehen. Kindergartenkinder, die vor ihrer Einschulung stehen, besuchen die Feuerwache. Bei ihrem Rundgang durch die Wache besichtigen sie die Zentrale, lernen die Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt, der Schlauchpflege und der Kfz-Werkstatt kennen und haben Gelegenheit, sich einen Rettungswagen und ein Löschfahrzeug genauer anzusehen. Im Umkleideraum wird nochmals die Einsatzuniform der Feuerwehr angesehen und auch "ausprobiert". Den meisten Spaß haben die Kinder, wenn sie ganz zum Schluß der Besichtigungstour vom Überflurhydranten aus ein C-Rohr ausprobieren können. Diese Aktion der Feuerwehr wird allen Frechener Kindergärten angeboten und bisher haben sich auch alle mit Eifer daran beteiligt. An dieser Stelle wollen sich alle Mitarbeiter der Brandschutzerziehung der Feuerwehr Frechen bei den Kindergärtnerrinnen für ihre Unterstützung bei der Arbeit mit den Kindern bedanken.
|
| Highlight: |
| Jedes Jahr im Dezember kommt ein Kindergarten zur Wache und schmückt den Weihnachtsbaum auf dem Feuerwehrhof. Das Material zum schmücken zum Schmücken bringen die Kinder mit, nachdem sie es mit viel Mühe im Kindergarten selbst gebastelt haben. Die vielen Kindergärten in Frechen bedeuten natürlich eine große Anzahl von Interessenten. Deshalb wird jedes Jahr ein Kindergarten aus einem anderen Stadtteil genommen. Zum Schluß der Schmück-Aktion ziehen sich die Kinder und die Helfer der Feierwehr in den Aufenthaltsraum zurück, um die geschaffte Arbeit mit Plätzchen und Kakao zu feiern.
|
| Das gesamte Material der Abteilung Brandschutzschulung befindet sich auf einem Anhänger, der zu entsprechenden Schulungen mitgenommen wird. Die Anschaffung des Anhängers war nur dank einer großzügigen Spende der Provinzial Versicherung - Geschäftsstelle Frechen, Herman Schiefer - möglich.
|
| Kleines Einmaleins der Brandschutzerziehung: |
1Kinder sollen von ihren Eltern schon früh darauf Aufmerksam gemacht werden, dass Feuer heiß ist. 0hne das Kind zu gefährden, beginnen umsichtige Eltern damit bereits bei ein bis zwei Jahre alten Kindern, indem sie die Kinderhand langsam an eine Kerzenflamme heranführen. |
| 6 Lassen Sie von Kindern beim Einkauf keine Streichhölzer mitbringen. Umsichtige Eltern werden ihre Kinder nicht so in Versuchung führen. |
2 Der kindliche Spiel- und Nachahmungstrieb will gestillt sein. Umsichtige Eltern nehmen darauf Rücksicht. Sie erlauben ihren Kindern unter Aufsicht den Umgang mit Streichhölzern und Feuer, wann immer es sich anbietet. Zum Beispiel, um Vater die Zigarette anzuzünden. Wenn Geburtstagskerzen oder ein Teestövchen angezündet werden. |
| 7 Zum Indianerspiel gehört für einen richtigen jungen auch ein knisterndes Lagerfeuer. Auch hier hilft kein Verbot! Ein umsichtiger Vater wird beim ersten Indianerfeuer dabei sein, damit die kleine "Rothaut" fachmännischen Rat erhält und Vorsichtsmaßregeln zur Selbstverständlichkeit werden. |
3 Der richtige Umgang mit Streichhölzern will gelernt sein. Umsichtige Eltern zeigen ihren Kindern darum die richtige Streichholzhaltung:
|
| 8Die erste Zigarette wird heimlich gepafft. In der Scheune, auf dem Dachboden, in einem verschwiegenen Gebüsch. Das ist die Folge des Verbots! Umsichtige Eltern werden der kindlichen Rauch-Neugier entgegen kommen und eine erste erlaubte Zigarette in ihrem Beisein rauchen lassen. Dieses erste verhustete Erlebnis genügt oft als längerfristige "Heilung" vom kindlichen Rauchen. |
4Verbote und Strafdrohungen fordern nur den kindlichen Trotz heraus. Sie führen zur Heimlichkeit. Das Kind zündelt im Geheimen. Wenn dann etwas passiert, wagt es das Kind aus Angst nicht, Erwachsene zu Hilfe zu rufen. Dadurch wird alles nur noch schlimmer. |
| 9Wissenschaftliche Lern- und Experimentierspiele (z. B. "Chemiekästen") haben oft großen pädagogischen Wert, sind aber nicht immer ungefährlich. Umsichtige Eltern werden ihre Kinder in Ruhe mit dem dabei notwendigen Umgang mit offenem Feuer vertraut machen. |
5 Umsichtige Eltern führen ihre Kinder gar nicht erst in Versuchung. Sie schließen Streichhölzer und Feuerzeuge konsequent weg, damit sie nicht mehr in der Reichweite des Kindes sind. Diese "stille" Vorsichtsmaßregel ist um so wichtiger, wenn Kinder häufig alleine sind. |
| 10 Umsichtige Eltern lassen Kleinkinder niemals bei offenem Licht unbeaufsichtigt. Die züngelnde Flamme übt eine "hypnotische Anziehungskraft" aus. Ohne Böswilligkeit entstehen dadurch schnell Wohnungsbrände, die vor allem das Leben des Kindes selbst gefährden. |